Die politischen Forderungen des Zweirad-Industrie-Verbands

 

Die stufenweise Aufstockung der Bundesmittel für die Förderung des Radverkehrs auf 1 Mrd. € jährlich bis zum Jahr 2020.

Diese Mittel sollten insbesondere für den Aus- und Neubau von Radwegen entlang von Bundesfernstraßen, die Förderung von Radschnellwegen, die Förderung und Erforschung von Modellprojekten, Grundlagenforschung sowie den Ausbau von sicheren Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen eingesetzt werden. Dafür müssen entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden, damit diese Mittel – insbesondere auf kommunaler Ebene – auch abgerufen werden können. 

 

Die Schaffung, Verbesserung und Pflege der Fahrradinfrastruktur für einen sicheren Radverkehr

unter besonderer Berücksichtigung der älterwerdenden Gesellschaft sowie der Zunahme von E-Bikes 25 und schnellen E-Bikes 45.

Dafür braucht es mehr Radwege in angemessener Breite und Qualität, übersichtliche Streckenführung sowie einer Entzerrung der Verkehrswege.

 

Mehr Sicherheit für Fahrer von schnellen E-Bikes 45.

Diese sollten innerorts auf geeigneten Radwegen und Radschnellwegen zugelassen werden. Durch die Öffnung des Schildes „E-Bike frei“ für E-Bikes 45 wäre dies unkompliziert umzusetzen.

 

Die Radverkehrsförderung muss als Querschnittsaufgabe verstanden und integraler Bestandteil der Umwelt-, Klima- und Gesundheitspolitik werden.

Denn nur durch eine deutliche Steigerung des Radverkehrs sind die Klimaschutzziele 2020 und der Klimaschutzplan 2050 im Verkehrssektor realisierbar und die anstehenden Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen.

 

Die Finanzierung und Durchführung von Imagekampagnen zur Steigerung der Fahrradnutzung, zum besseren Miteinander aller Verkehrsteilnehmer und mehr Akzeptanz des Fahrrades als gleichwertiges Verkehrsmittel.

Ziel derartiger Kampagnen muss die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer sowie die Motivation zum Umstieg auf das Fahrrad und E-Bike sein.

 

Eine Kaufprämie bei der Neuanschaffung eines E-Lastenrades.

Insbesondere E-Lastenräder haben ein großes, bislang unzureichend genutztes Potenzial für den privaten und gewerblichen Transport und leisten einen erheblichen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität im urbanen Raum. 

 

Die Sicherstellung der Fahrradmitnahme in allen öffentlichen Verkehrsmitteln zu allen Tageszeiten – auch in ICEs – sowie ein vereinfachtes Tarifsystem für Fahrradtickets.

 

Flächendeckend sichere Fahrrad-Abstellanlagen in den Städten und an allen Bahnhöfen.

Hier ist der Bund als Eigner der Bahn in der Verantwortung.

 

Anreize für eine konsequente Umsetzung von betrieblichen Mobilitätsmanagement sowie die Aufklärung von Unternehmen und Bevölkerung über dessen Möglichkeiten, wie z. B. über Leasing-Modelle für Dienstfahrräder. Diese Modelle dienen der Mitarbeitermotivation und schaffen Anreize für einen gesünderen Lebensstil von Arbeitnehmern.

 

Eine sinnvolle Vernetzung von Verkehrsmitteln zu einem Gesamtmobilitätskonzept, insbesondere durch eine bessere Verzahnung von Fahrrad und öffentlichen Verkehr, sowie die Schaffung einer einheitlichen Plattform zur Information über die Angebote des Umweltverbundes.