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Welche Auswirkungen hat eine Helmpflicht für Kinder?
Über diese Frage wird seit jeher sehr kontrovers diskutiert.
Christopher Carpenter (University of California, Irvine) und Mark Stehr (Drexel University) haben sich dieser Angelegenheit angenommen.
In ihrer Studie wurde untersucht, inwieweit eine Helmpflicht sinnvoll ist.
Dazu suchten die beiden Forscher nach systematischen Unterschieden in der jährlichen Unfallentwicklung von Bundesstaaten mit und ohne Helmpflicht.
In den USA gilt in einigen Bundesstaaten eine Helmpflicht für Fahrradfahrer bis 16 Jahre.
Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf tödlichen Fahrradunfällen, an denen Autos beteiligt waren.
Das Ergebnis der Untersuchung lässt aufhorchen:
•Das Ziel, Fahrradfahrer zum Tragen von Helmen zu animieren wird klar erreicht.
•Die Helmpflicht schreckt viele vom Fahrradfahren ab.
•In Bundesstaaten mit Helmpflicht stieg der Anteil der minderjährigen Radler mit Helm um rund 30%. Gleichzeitig reduzierte sich die Zahl der tödlichen Umfälle um 19%.
Die Helmpflicht allein ist aber nicht nur der Grund für den Rückgang der tödlichen Unfälle.
Nachweisbar führte die Helmpflicht dazu, dass 4-5% weniger Kinder Fahrrad fuhren, denn durch eine Helmpflicht entstehen Kosten (Helm etc.).
Viele Jugendliche finden Fahrradhelme zudem als „uncool“ und suchen sich lieber eine andere Freizeitbeschäftigung.
Das Fazit der beiden Forscher: Es ist längst nicht sicher dass der Nutzen einer Helmpflicht größer ist als der Schaden den diese anrichtet.




