Verkehrswende und Radverkehr müssen Themen der Koalitionsverhandlungen sein

Die morgen beginnenden Sondierungsgespräche der Union mit der FDP und den Grünen signalisieren den Startschuss für die anstehenden Koalitionsverhandlungen. Es werden schwierige und langwierige Verhandlungen erwartet, da sich die Parteien in Ihren Standpunkten zu Themen wie bspw. der Flüchtlings- oder der Energiepolitik deutlich unterscheiden. Neben diesen zentralen Streitthemen, birgt auch die Verkehrspolitik großes Konfliktpotenzial. Marode Infrastruktur, zu hohe Abgasemissionen, Dieselskandal, Klimaschutz und vieles mehr sind dringende Herausforderungen, für die die nächste Bundesregierung Antworten liefern muss.

Der Radverkehr spielt bei der Lösung dieser Probleme eine wesentliche Rolle. Ohne ein deutliches Mehr an Radverkehr kann die Verkehrswende nicht gelingen. Eine gezielte Radverkehrsförderung auf Bundesebene stiftet einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen: Mehr Radverkehr bedeutet weniger Abgase, weniger Staus, bessere Gesundheit und lebenswertere Städte.

Deshalb muss die Förderung des Radverkehrs intensiv in den Koalitionsverhandlungen diskutiert werden. Der ZIV fordert verbindliche Aussagen und ein klares Bekenntnis zur Radverkehrsförderung, die über die wenigen Allgemeinaussagen des letzten Koalitionsvertrages hinausgehen.

Bereits im Vorfeld der Bundestagswahl hat der ZIV gemeinsam mit den Fahrradverbänden ADFC und VSF die Standpunkte der Parteien zum Radverkehr anhand von Wahlprüfsteinen abgefragt. Aus den Antworten ging hervor, dass fast alle Parteien die großen Potenziale des Radverkehrs erkannt haben. Nun gilt es, sich auf klare Vorhaben und Ziele zu einigen, um die Verkehrswende erfolgreich zu gestalten.

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. ist die nationale Interessenvertretung und Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradkomponenten, Zubehör und E-Bikes.