Kein höheres Unfallrisiko

Der Zweirad-Industrie-Verband erklärt Anstieg der Unfallzahlen mit E-Bikes

Laut aktueller Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Zahl der Unfälle mit E-Bikes im Jahr 2016 deutlich zugenommen. Auch die Zahl der Fahrradunfälle habe leicht zugenommen.

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) warnt jedoch davor, diese Zahlen falsch zu interpretieren. Denn E-Bikes weisen keineswegs per se ein größeres Unfallrisiko auf als gewöhnliche Fahrräder. Der Anstieg der Unfallzahlen bei E-Bikes ist nach Überzeugung des ZIV hauptsächlich auf den stetig wachsenden Bestand    - zum Jahresende 2016 werden bereits über 3 Mio. E-Bikes auf deutschen Straßen unterwegs sein - sowie die intensivere Benutzung hinsichtlich zurückgelegter Distanzen und Nutzungshäufigkeit zurückzuführen. Durch die gesteigerte Kilometerleistung steigt das Unfallrisiko proportional. Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt nur um rund zwei km/h höher als beim Fahrrad. Die Motorunterstützung wird hauptsächlich genutzt, um ähnliche Geschwindigkeiten wie beim Fahrrad zu erreichen, dies jedoch mit geringerem körperlichen Aufwand.

Selbstverständlich ist jeder Unfall und jeder Verkehrstote einer zu viel. Deshalb muss auch künftig alles dafür getan werden, um das Fahren mit dem Rad und E-Bike sicherer zu gestalten. Der ZIV fordert dafür den Ausbau der Fahrradinfrastruktur sowie eine sichere und fahrradfreundliche Gestaltung von kritischen Verkehrsknotenpunkten. Zudem sollten Käufer von E-Bikes durch intensive Beratung und durch Testfahrten auf ihr neues Fahrvergnügen vorbereitet werden. Grundsätzlich empfiehlt der ZIV das Tragen eines Helmes bei jeder Form des Radfahrens.

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. ist die nationale Interessenvertretung und Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradkomponenten, Zubehör und E-Bikes.