
Fahrradwirtschaft geht gegen E-Bike-Tuning vor
– Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad –
Berlin, 30. September 2026 | Die europäischen Verbände unterzeichnen Selbstverpflichtung gegen E-Bike-Tuning und fordern von EU und Mitgliedsstaaten wirksame Kontrollen von Tuning-Kits und gegen illegale Importe.
Bei einem Branchentreffen der europäischen Fahrradwirtschaft in Brüssel hat der europäische Branchen-Dachverband European Cycling Industries (ECI) eindeutig gegen E-Bike-Tuning Position bezogen: Mit Forderungen an die EU und ihre Mitgliedsstaaten, mit einer Selbstverpflichtung der Branche sowie detaillierten technischen Anforderungen für einen wirksamen Manipulationsschutz von E-Bikes. Die deutschen Wirtschaftsverbände ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad haben die Selbstverpflichtung in Brüssel unterzeichnet und wollen mit einem gemeinsamen Maßnahmenbündel in Deutschland gegen illegale E-Bikes vorgehen.
An erster Stelle der politischen Forderungen der Verbände stehen
Berlin, 30. September 2026 | Die europäischen Verbände unterzeichnen Selbstverpflichtung gegen E-Bike-Tuning und fordern von EU und Mitgliedsstaaten wirksame Kontrollen von Tuning-Kits und gegen illegale Importe.
Bei einem Branchentreffen der europäischen Fahrradwirtschaft in Brüssel hat der europäische Branchen-Dachverband European Cycling Industries (ECI) eindeutig gegen E-Bike-Tuning Position bezogen: Mit Forderungen an die EU und ihre Mitgliedsstaaten, mit einer Selbstverpflichtung der Branche sowie detaillierten technischen Anforderungen für einen wirksamen Manipulationsschutz von E-Bikes. Die deutschen Wirtschaftsverbände ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad haben die Selbstverpflichtung in Brüssel unterzeichnet und wollen mit einem gemeinsamen Maßnahmenbündel in Deutschland gegen illegale E-Bikes vorgehen.
An erster Stelle der politischen Forderungen der Verbände stehen
- das Unterbinden des unkontrollierten Handels mit Tuning Kits nach französischem Vorbild und
- ein gezieltes Vorgehen von Polizei, Zoll und Marktaufsicht gegen meist importierte illegale E-Bikes.
State-of-the-Art in der Praxis
Mit der Selbstverpflichtung und dem Positionspapier demonstriert die Branche Einigkeit und Entschlossenheit im Kampf gegen Tuning und illegale E-Bikes. Entscheidend für effektive Maßnahmen ist dabei eine präzise Beschreibung von E-Bike-Tuning und illegaler Motorisierung. Das ECI-Positionspapier legt detailliert dar, was state-of-the-art, also dem Stand der Technik entsprechender Manipulationsschutz in der Praxis bedeutet. In den Anhängen werden Maßnahmen aufgeführt, die von Herstellern umgesetzt werden müssen, mit konkreten Maßstäben für ihre Produktentwicklung. Überwachungsbehörden hilft es zu beurteilen, ob ein System manipulationssicher gestaltet ist oder nur den Anschein davon erweckt und deswegen nicht als dem Fahrrad gleichgestelltes E-Bike verkauft und genutzt werden darf.
Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV: «Hier wird eine wichtige Lücke geschlossen, die nicht nur für die Fahrradwirtschaft, sondern auch für die Marktaufsicht eine genauere Orientierung gibt. So kann ein legales EPAC von einem getunten bzw. tunebaren Fahrzeug unterschieden werden, dass dadurch seinen EPAC-Status und damit auch seine Zulassung verliert.»
Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad: «Es geht heute um eine klare Botschaft: Die Branche übernimmt Verantwortung. Mit der Definition von State-of-the-Art Maßnahmen wird es den europäischen Institutionen sowie allen beteiligten Akteuren ermöglicht, den E-Bike-Markt zu schützen, und damit alle, die unsere Produkte sicher und legal nutzen möchten.»
ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad planen eine auf der europäischen Selbstverpflichtung basierende deutsche Variante, sowie ein gemeinsames Maßnahmenbündel, um in Deutschland gegen illegale E-Bikes vorzugehen. Die beiden Verbände streben für kommendes Jahr eine Verschmelzung zu einem gemeinsamen Wirtschaftsverband der Fahrradbranche an.
Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV: «Hier wird eine wichtige Lücke geschlossen, die nicht nur für die Fahrradwirtschaft, sondern auch für die Marktaufsicht eine genauere Orientierung gibt. So kann ein legales EPAC von einem getunten bzw. tunebaren Fahrzeug unterschieden werden, dass dadurch seinen EPAC-Status und damit auch seine Zulassung verliert.»
Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad: «Es geht heute um eine klare Botschaft: Die Branche übernimmt Verantwortung. Mit der Definition von State-of-the-Art Maßnahmen wird es den europäischen Institutionen sowie allen beteiligten Akteuren ermöglicht, den E-Bike-Markt zu schützen, und damit alle, die unsere Produkte sicher und legal nutzen möchten.»
ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad planen eine auf der europäischen Selbstverpflichtung basierende deutsche Variante, sowie ein gemeinsames Maßnahmenbündel, um in Deutschland gegen illegale E-Bikes vorzugehen. Die beiden Verbände streben für kommendes Jahr eine Verschmelzung zu einem gemeinsamen Wirtschaftsverband der Fahrradbranche an.
Bedeutung des EPAC
In Deutschland waren im Jahr 2025 mehr als die Hälfte aller verkauften Fahrräder E-Bikes, wobei der Bestand mittlerweile 17 Millionen Stück übersteigt. Diese Fahrzeuge müssen verkehrssicher sein und dürfen Nutzende und weitere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden. Außerdem schafft die Branche Wertschöpfung und Beschäftigung. Durch nicht konforme Produkte wird ein ganzes industrielles Ökosystem aus überwiegend europäischen KMU gefährdet, die die Kosten für Prüfung, Zertifizierung und Dokumentation tragen und im Wettbewerb mit Produkten stehen, bei denen keine dieser Kosten anfallen.
Das heute/gestern ebenfalls vom ECI veröffentlichte Manifest erweitert die Diskussion über Produktmanipulationen hinaus auf das umfassendere Problem nicht konformer Produkte. Diese erreichen europäische Verbraucher insbesondere über Online-Marktplätze, auf denen Waren häufig direkt von außerhalb der EU ansässigen Anbietern verkauft werden, ohne dass ein identifizierbarer Akteur innerhalb der EU-Gerichtsbarkeit für deren Konformität verantwortlich ist. Es richtet sich bewusst an ein breites Publikum: politische Entscheidungsträger auf EU- und nationaler Ebene, regionale Behörden, Marktüberwachungsstellen, Verbraucherorganisationen, Versicherer, Plattformen und Verbände aus anderen Produktbranchen, die mit derselben strukturellen Lücke konfrontiert sind. Das Problem ist nicht spezifisch für das Fahrrad, und das Manifest macht deutlich, dass die Reaktion darauf ebenfalls nicht spezifisch sein sollte.
Die Veröffentlichung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die EU umfassende Reformen durchführt, die sich unmittelbar auf diese Fragen auswirken; das künftige Europäische Produktgesetz könnte die Rechenschaftslücke für Online-Verkäufer außerhalb der EU schließen, ebenso wie die Umsetzung der Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit und des Gesetzes über digitale Dienste. Auch die Arbeiten an den zugrunde liegenden Normen schreiten voran. Die Veröffentlichung geschieht auch zu einem Zeitpunkt, an dem immer stärker motorisierte Fahrzeuge auf den Markt kommen, bei denen die Folgen einer Manipulation noch schwerwiegender sein können.
Das heute/gestern ebenfalls vom ECI veröffentlichte Manifest erweitert die Diskussion über Produktmanipulationen hinaus auf das umfassendere Problem nicht konformer Produkte. Diese erreichen europäische Verbraucher insbesondere über Online-Marktplätze, auf denen Waren häufig direkt von außerhalb der EU ansässigen Anbietern verkauft werden, ohne dass ein identifizierbarer Akteur innerhalb der EU-Gerichtsbarkeit für deren Konformität verantwortlich ist. Es richtet sich bewusst an ein breites Publikum: politische Entscheidungsträger auf EU- und nationaler Ebene, regionale Behörden, Marktüberwachungsstellen, Verbraucherorganisationen, Versicherer, Plattformen und Verbände aus anderen Produktbranchen, die mit derselben strukturellen Lücke konfrontiert sind. Das Problem ist nicht spezifisch für das Fahrrad, und das Manifest macht deutlich, dass die Reaktion darauf ebenfalls nicht spezifisch sein sollte.
Die Veröffentlichung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die EU umfassende Reformen durchführt, die sich unmittelbar auf diese Fragen auswirken; das künftige Europäische Produktgesetz könnte die Rechenschaftslücke für Online-Verkäufer außerhalb der EU schließen, ebenso wie die Umsetzung der Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit und des Gesetzes über digitale Dienste. Auch die Arbeiten an den zugrunde liegenden Normen schreiten voran. Die Veröffentlichung geschieht auch zu einem Zeitpunkt, an dem immer stärker motorisierte Fahrzeuge auf den Markt kommen, bei denen die Folgen einer Manipulation noch schwerwiegender sein können.
Links zum ECI-Manifest
ZIV – Die Fahrradindustrie
Der ZIV – Die Fahrradindustrie ist die nationale Interessenvertretung und starke Stimme der deutschen und internationalen Fahrradindustrie – inklusive Import und Großhandel sowie etablierter Unternehmen und Start-ups aus dem gesamten Eco-System Fahrrad. Als Branchenverband bündelt und vertritt der ZIV die Interessen von rund 140 Mitgliedsunternehmen gegenüber den Gesetzgebern in der EU und in Deutschland, der Regierung, Behörden, Medien, Institutionen und Organisationen. Rund 90 Prozent der 2025 in Deutschland produzierten Fahrräder und E-Bikes stammen von Mitgliedsunternehmen des ZIV, die zusätzlich zum Absatz im Binnenmarkt jährlich 1,4 Mio. Fahrzeuge exportieren.
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