
«Neue Horizonte»: Drei inspirierende Tage beim MTB-Kongress in Aalen
In Aalen kamen vom 16. bis 18. Juni 150 Akteure aus den Bereichen, Sport, Tourismus, Ehrenamt, Forst und Erholung auf dem 9. MTB-Kongress zusammen. An den drei Tagen lag der Fokus neben den Fachexkursionen auf die Schwäbische Alb auf den Themen Vernetzung, rechtliche Rahmenbedingungen und Best Practice Beispiele aus Ehrenamt, Regionalentwicklung und Tourismus.
Ein Blick in andere Länder und in die Arbeit von Landesforsten & Ehrenamt
Neben Einblicken in die MTB-Strategie und MTB-Koordinierungsstelle in Österreich, berichteten die Schweizer unter anderem über das Veloweggesetz, ein bundesweiter Rahmen für die Planung und Entwicklung von Rad- und Freizeitwegen ein neues Planungsdokument zur Entwicklung von Mountainbike-Infrastruktur für Kantone und Kommunen. Das European Network of Outdoor Sports betonte in seinem Vortrag hingegen die Bedeutung der Vernetzung der einzelnen Sportarten als auch die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. In mehreren Sessions wurde das ehrenamtliche Engagement sichtbar gemacht und die Forsten in Bayern und Rheinland-Pfalz berichteten über Ihr Vorgehen in Bezug auf unabgestimmt entstandene Trails und die Bedeutung des Ehrenamts für den Erfolg ihrer Arbeit.
Das Bike Nature Movement auf dem MTB-Kongress
Die neben dem ZIV im BIKE NATURE MOVEMENT beteiligten Verbände DIMB – Deutscher Interessenverband Mountainbike e.V. und Mountainbike Forum Deutschland e. V. waren den ganzen Kongress über präsent:
Svenja Golombek vertrat die Industrieperspektive im Panel zum Mountainbiken in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit Janet Weick (DIMB IG Rems-Murr), Michael Kretschmar (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) und Matthias Kiess (Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg) wurde dort der aktuelle Rechtsrahmen diskutiert. Hervorgehoben wurde auch aus den Forsten der benachbarten Bundesländer, dass eine Überregulierung und Überforderung des Ehrenamts prinzipiell zu weniger Besucherlenkung und dementsprechend weniger Naturschutz führt. Bund und Länder haben die Aufgabe einen Rechtsrahmen zu schaffen, der den Kommunen die Richtung vorgibt und sollten sich dieser Rolle bewusst sein, so Svenja Golombek.
Der Jurist Nicolas Klein und Heiko Mittelstädt von der DIMB stellten den kürzlich veröffentlichten Leitfaden zu Verkehrssicherungspflicht und Haftung vor – ein Thema, das bei vielen Vorträgen und Teilnehmenden eine wichtige Rolle spielte.
Nico Graaff und Nora Mühling vom MTF stellten die brandneue Version des Bike Booklets vor, welches in Zusammenarbeit mit dem Deutscher Alpenverein e.V., ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. und German Cycling entstanden ist. Interessierte konnten sich am Ende der Veranstaltung eine Vielzahl an Exemplaren für ihre Vereine, Verwaltungen oder Tourismusorganisation mitnehmen.
Vielen Dank auch an alle Unterstützer, die die Arbeit des Bike Nature Movement möglich machen: Bosch eBike Systems, SRAM, Specialized Bicycle Components, MAGURA, Canyon, CUBE Bikes, Trek Bicycle, YT Industries.
Svenja Golombek vertrat die Industrieperspektive im Panel zum Mountainbiken in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit Janet Weick (DIMB IG Rems-Murr), Michael Kretschmar (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) und Matthias Kiess (Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg) wurde dort der aktuelle Rechtsrahmen diskutiert. Hervorgehoben wurde auch aus den Forsten der benachbarten Bundesländer, dass eine Überregulierung und Überforderung des Ehrenamts prinzipiell zu weniger Besucherlenkung und dementsprechend weniger Naturschutz führt. Bund und Länder haben die Aufgabe einen Rechtsrahmen zu schaffen, der den Kommunen die Richtung vorgibt und sollten sich dieser Rolle bewusst sein, so Svenja Golombek.
Der Jurist Nicolas Klein und Heiko Mittelstädt von der DIMB stellten den kürzlich veröffentlichten Leitfaden zu Verkehrssicherungspflicht und Haftung vor – ein Thema, das bei vielen Vorträgen und Teilnehmenden eine wichtige Rolle spielte.
Nico Graaff und Nora Mühling vom MTF stellten die brandneue Version des Bike Booklets vor, welches in Zusammenarbeit mit dem Deutscher Alpenverein e.V., ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. und German Cycling entstanden ist. Interessierte konnten sich am Ende der Veranstaltung eine Vielzahl an Exemplaren für ihre Vereine, Verwaltungen oder Tourismusorganisation mitnehmen.
Vielen Dank auch an alle Unterstützer, die die Arbeit des Bike Nature Movement möglich machen: Bosch eBike Systems, SRAM, Specialized Bicycle Components, MAGURA, Canyon, CUBE Bikes, Trek Bicycle, YT Industries.
Verleihung der BIKE SPIRIT AWARDS
Erstmalig wurden die BIKE SPIRIT AWARDS vergeben – für ehrenamtlichen Trailbau, gelebte Inklusion und nachhaltigen Bike-Tourismus. Beim MTB-Sommerabend in Aalen hat das Mountainbike Forum Deutschland e. V. die Gewinner bekannt gegeben. Aus bundesweit eingereichten Projekten hatte eine interdisziplinäre Fachjury jeweils drei Finalisten ausgewählt; das Community-Voting der Szene floss zu 50 Prozent in die Entscheidung ein. Svenja Golombek war als Koordinatorin des Bike Nature Movement in der Jury dabei. Ihr Fazit: «Unheimlich tolle Projekte aus dem Tourismus und Ehrenamt, die zeigen wie vielfältig das Engagement ist und ein Award, der dieser Arbeit ihre verdiente Sichtbarkeit gibt». Die Preisgelder für die Community-Awards stiftete Downhill-Profi Nina Hoffmann aus dem Erlös einer Bike-Versteigerung.
Award Vielfalt
Den ersten Platz belegte die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e.V. mit ihrem Projekt «Inklusion am Albtrauf» – ein Angebot, das Menschen mit körperlichen Einschränkungen über E-unterstützte Dreiräder und Rollstuhlräder den Zugang zur Landschaft des Albtraufs ermöglicht. Auf Platz zwei folgte der RSC Waldkirchen, dessen strukturierte Jugendarbeit mit 120 Aktiven und einer bemerkenswerten 50/50-Geschlechterverteilung aus der Masse der Bewerbungen herausstach. Den dritten Platz belegte der Adaptive MTB-Trail «Würmflow» der DIMB IG Fünf Seen Land bei Gauting – der erste nicht-kommerzielle Flow Trail in Deutschland, der von Anfang an für adaptive Mountainbiker:innen konzipiert wurde.
Award Trailbau
Platz eins ging an die DIMB IG Rems-Murr für das Projekt «Angebote vor Verbote – MTB Trailnetz Rems-Murr»: 70 legale Singletrails, 48 Kilometer, elf Kommunen – und ein Ansatz, der mittlerweile als Modell für kooperativen Trailbau in Deutschland gilt. Platz zwei belegte der Bergsportverein Weitnau e.V., der einen vom Abriss bedrohten Skilift in einen ganzjährig betriebenen Bikepark verwandelt hat – fast vollständig in Eigenleistung. Den dritten Platz sicherten sich die Trailpaten des Kanu Clubs Eberbach, die mit datenbasiertem Monitoring und breiter Behördenkooperation nachhaltige Streckenpflege in einem sensiblen Schutzgebiet etabliert haben.
Award Bike-Erlebnis
Der erste Platz in dieser Kategorie ging an den Mountainbikepark Pfälzerwald e.V. – seit 2005 gewachsen auf über 20 Touren in elf Kommunen mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald, mit DIMB-Zertifizierung und über 80 kooperierenden Gastgebern. Platz zwei belegte die Trans Bayerwald des Tourismusverbands Ostbayern: 700 Kilometer, 17.000 Höhenmeter und über 12.000 versendete Starterpakete stehen für ein mehrtägiges MTB-Erlebnis mit messbarer regionaler Wertschöpfung. Den dritten Platz erreichte die Stadt Eberbach mit dem Bikeländ Eberbach – einer Destination, die ihren Status als sechstgrößter kommunaler Waldbesitzer in Baden-Württemberg konsequent für die Entwicklung eines eigenständigen Trailnetzes genutzt hat.
Award Vielfalt
Den ersten Platz belegte die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e.V. mit ihrem Projekt «Inklusion am Albtrauf» – ein Angebot, das Menschen mit körperlichen Einschränkungen über E-unterstützte Dreiräder und Rollstuhlräder den Zugang zur Landschaft des Albtraufs ermöglicht. Auf Platz zwei folgte der RSC Waldkirchen, dessen strukturierte Jugendarbeit mit 120 Aktiven und einer bemerkenswerten 50/50-Geschlechterverteilung aus der Masse der Bewerbungen herausstach. Den dritten Platz belegte der Adaptive MTB-Trail «Würmflow» der DIMB IG Fünf Seen Land bei Gauting – der erste nicht-kommerzielle Flow Trail in Deutschland, der von Anfang an für adaptive Mountainbiker:innen konzipiert wurde.
Award Trailbau
Platz eins ging an die DIMB IG Rems-Murr für das Projekt «Angebote vor Verbote – MTB Trailnetz Rems-Murr»: 70 legale Singletrails, 48 Kilometer, elf Kommunen – und ein Ansatz, der mittlerweile als Modell für kooperativen Trailbau in Deutschland gilt. Platz zwei belegte der Bergsportverein Weitnau e.V., der einen vom Abriss bedrohten Skilift in einen ganzjährig betriebenen Bikepark verwandelt hat – fast vollständig in Eigenleistung. Den dritten Platz sicherten sich die Trailpaten des Kanu Clubs Eberbach, die mit datenbasiertem Monitoring und breiter Behördenkooperation nachhaltige Streckenpflege in einem sensiblen Schutzgebiet etabliert haben.
Award Bike-Erlebnis
Der erste Platz in dieser Kategorie ging an den Mountainbikepark Pfälzerwald e.V. – seit 2005 gewachsen auf über 20 Touren in elf Kommunen mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald, mit DIMB-Zertifizierung und über 80 kooperierenden Gastgebern. Platz zwei belegte die Trans Bayerwald des Tourismusverbands Ostbayern: 700 Kilometer, 17.000 Höhenmeter und über 12.000 versendete Starterpakete stehen für ein mehrtägiges MTB-Erlebnis mit messbarer regionaler Wertschöpfung. Den dritten Platz erreichte die Stadt Eberbach mit dem Bikeländ Eberbach – einer Destination, die ihren Status als sechstgrößter kommunaler Waldbesitzer in Baden-Württemberg konsequent für die Entwicklung eines eigenständigen Trailnetzes genutzt hat.
