

Radverkehrsförderung braucht Fahrradwirtschaft: Zwei Jahre European Declaration on Cycling
Zwei Jahre ist es her, dass die «European Declaration on Cycling» verkündet wurde – und das Fahrrad ins Zentrum politischer Aufmerksamkeit rückte. Ein Bekenntnis für das Fahrrad als entscheidendes Verkehrsmittel zukünftiger Mobilität.
Als die Europäische Kommission 2024 gemeinsam mit dem europäischen Parlament und dem Europäischen Rat die Erklärung auf den Weg brachte, wurde das Ziel formuliert, das volle Potenzial des Radverkehrs in der EU auszuschöpfen. Die zehnseitige Cycling Declaration soll der EU und ihren Mitgliedsstaaten dabei «als ein strategischer Kompass für die bestehenden und zukünftigen politischen Maßnahmen und Initiativen im Zusammenhang mit dem Radverkehr dienen».
Der Radverkehr habe eine «zentrale Bedeutung für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft», heißt es in der Declaration. Dass diese Erkenntnis in einer gemeinsamen europäischen Erklärung mündete, ist ein politischer Meilenstein für das Fahrrad.
Die Erklärung besteht aus acht Kapiteln, die sich unter anderem mit der Steigerung der Fahrradnutzung, besserer Radinfrastruktur und Verkehrssicherheit sowie den nötigen Bedingungen für Radtourismus und Multimodalität befassen. Das sechste Kapitel schafft den politischen Orientierungsrahmen zur Förderung der Fahrradwirtschaft. Damit diese die notwendige Unterstützung bekommt, hält die European Declaration on Cycling wichtige Forderungen an die Mitgliedsstaaten fest.
So gilt es, die Voraussetzungen für die Steigerung der europäischen Produktion von Fahrrädern und Bauteilen zu schaffen und den Dienstleistungssektor zu unterstützen. Hochwertige Arbeitsplätze sollen in der Fahrradbranche entstehen, unter anderem durch die Förderung von Radverkehrsclustern und entsprechender Berufsausbildung. Fahrradlogistik und Bikesharing sind als Teil des Mobilitätssystems zu betrachten und entsprechend zu stärken. Handelspolitische Schutzinstrumente der EU sollen dabei für weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen.
Zwei Jahre nach Verabschiedung der Erklärung zeigt sich: damit das Fahrrad als Verkehrsmittel sein volles Potenzial ausschöpfen kann, gibt es noch viel zu tun, aber die Cycling Declaration hat einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Für die Wirtschaftspolitik bedeutetet die European Declaration on Cycling vor allem eines: Das Fahrrad muss mit am Verhandlungstisch sitzen!
Auch die EU-Kommission selbst hat Bilanz gezogen und im Oktober 2025 einen ersten «Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Europäischen Erklärung zum Radverkehr» veröffentlicht.
Am Ende steht fest: Zwei Jahre European Declaration on Cycling bleiben ein Meilenstein. Und hoffentlich erst der Anfang einer Entwicklung, die das Fahrrad langfristig in den Mittelpunkt der Mobilität und auf die politische Agenda rückt.
Als die Europäische Kommission 2024 gemeinsam mit dem europäischen Parlament und dem Europäischen Rat die Erklärung auf den Weg brachte, wurde das Ziel formuliert, das volle Potenzial des Radverkehrs in der EU auszuschöpfen. Die zehnseitige Cycling Declaration soll der EU und ihren Mitgliedsstaaten dabei «als ein strategischer Kompass für die bestehenden und zukünftigen politischen Maßnahmen und Initiativen im Zusammenhang mit dem Radverkehr dienen».
Der Radverkehr habe eine «zentrale Bedeutung für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft», heißt es in der Declaration. Dass diese Erkenntnis in einer gemeinsamen europäischen Erklärung mündete, ist ein politischer Meilenstein für das Fahrrad.
Die Erklärung besteht aus acht Kapiteln, die sich unter anderem mit der Steigerung der Fahrradnutzung, besserer Radinfrastruktur und Verkehrssicherheit sowie den nötigen Bedingungen für Radtourismus und Multimodalität befassen. Das sechste Kapitel schafft den politischen Orientierungsrahmen zur Förderung der Fahrradwirtschaft. Damit diese die notwendige Unterstützung bekommt, hält die European Declaration on Cycling wichtige Forderungen an die Mitgliedsstaaten fest.
So gilt es, die Voraussetzungen für die Steigerung der europäischen Produktion von Fahrrädern und Bauteilen zu schaffen und den Dienstleistungssektor zu unterstützen. Hochwertige Arbeitsplätze sollen in der Fahrradbranche entstehen, unter anderem durch die Förderung von Radverkehrsclustern und entsprechender Berufsausbildung. Fahrradlogistik und Bikesharing sind als Teil des Mobilitätssystems zu betrachten und entsprechend zu stärken. Handelspolitische Schutzinstrumente der EU sollen dabei für weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen.
Zwei Jahre nach Verabschiedung der Erklärung zeigt sich: damit das Fahrrad als Verkehrsmittel sein volles Potenzial ausschöpfen kann, gibt es noch viel zu tun, aber die Cycling Declaration hat einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Für die Wirtschaftspolitik bedeutetet die European Declaration on Cycling vor allem eines: Das Fahrrad muss mit am Verhandlungstisch sitzen!
Auch die EU-Kommission selbst hat Bilanz gezogen und im Oktober 2025 einen ersten «Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Europäischen Erklärung zum Radverkehr» veröffentlicht.
Am Ende steht fest: Zwei Jahre European Declaration on Cycling bleiben ein Meilenstein. Und hoffentlich erst der Anfang einer Entwicklung, die das Fahrrad langfristig in den Mittelpunkt der Mobilität und auf die politische Agenda rückt.
Veranstaltung zum zweijährigen Jubiläum der European Declaration on Cycling
In Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland hat der ZIV – Die Fahrradindustrie gemeinsam mit Zukunft Fahrrad am 22. April im Europäischen Haus am Brandenburger Tor das zweijährige Jubiläum der European Declaration on Cycling gefeiert.
Rund 120 Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft waren Teil der Jubiläumsveranstaltung – darunter der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr Christian Hirte, der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament Bernd Lange, der Vorsitzende des Parlamentskreis Fahrrad im Deutschen Bundestag Henning Rehbaum, der Referatsleiter Innovation and Urban Mobility der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission Axel Volkery (digital zugeschaltet) sowie weitere Vertreter:innen des Bundestages, des Berliner Abgeordnetenhauses und große Namen aus der deutschen Fahrradwirtschaft.
Ob im Rahmen der Podiumsdiskussion oder beim Netzwerken – es wurde Bilanz zur Umsetzung der Cycling Declaration gezogen und die Potenziale und Herausforderungen der Fahrradwirtschaft diskutiert!
Fazit des Abends: Zwei Jahre European Declaration on Cycling sind ein echter Meilenstein! Und sicherlich erst der Anfang einer Entwicklung, die das Fahrrad langfristig in den Mittelpunkt der Mobilität und oben auf die politische Agenda setzen wird!
Rund 120 Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft waren Teil der Jubiläumsveranstaltung – darunter der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr Christian Hirte, der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament Bernd Lange, der Vorsitzende des Parlamentskreis Fahrrad im Deutschen Bundestag Henning Rehbaum, der Referatsleiter Innovation and Urban Mobility der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission Axel Volkery (digital zugeschaltet) sowie weitere Vertreter:innen des Bundestages, des Berliner Abgeordnetenhauses und große Namen aus der deutschen Fahrradwirtschaft.
Ob im Rahmen der Podiumsdiskussion oder beim Netzwerken – es wurde Bilanz zur Umsetzung der Cycling Declaration gezogen und die Potenziale und Herausforderungen der Fahrradwirtschaft diskutiert!
Fazit des Abends: Zwei Jahre European Declaration on Cycling sind ein echter Meilenstein! Und sicherlich erst der Anfang einer Entwicklung, die das Fahrrad langfristig in den Mittelpunkt der Mobilität und oben auf die politische Agenda setzen wird!



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