
ZIV-Technik-Konferenz 2025 mit technologischen Antworten auf neue Mobilitätsbedürfnisse
Am Donnerstag, 20. November 2025, fand die 3. ZIV-Technik-Konferenz unter dem Motto «Ride the Change – Technologische Antworten auf neue Mobilitätsbedürfnisse und politische Weichenstellungen» im ehemaligen Kreuzberger Umspannwerk «bUm Berlin» statt. Das Interesse an der Veranstaltung war im dritten Jahr größer denn je – die Plätze waren bereits frühzeitig ausgebucht. Bereits am Vorabend trafen sich die Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre bei der «ZIV-Networking-Lounge» und tauschten sich bei Snacks und Getränken über die neusten Trends und Themen branchenweit aus.


Wandelnde Nutzungsanforderungen im Fokus
In diesem Jahr rückte die Konferenz die veränderten Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt – von der Kindheit bis ins hohe Alter, von urbanen Räumen bis zu neuen Einsatzformen. Dazu wurden Konstruktion, Sicherheit, Ergonomie, Normungsfragen sowie regulatorische Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene beleuchtet.
Transformation gestalten
Britta Sieper (Geschäftsführerin der PUKY GmbH & Co. KG und ZIV-Vorstandsmitglied) eröffnete die Konferenz am Morgen. Sie sprach gemeinsam mit Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV, einleitend über zentrale Themen der Branche, wie die Bedeutung der aktiven Mobilität oder Sicherheit und Stärkung der internationalen Zusammenarbeit für die Themen der Branche.
Tim Salatzki, Leiter für Technik und Normung beim ZIV, appellierte an die Fahrradbranche und die Unternehmen des Ecosystems, sich als aktive Gestalter der Transformation der heimischen Industrie zu begreifen. «Wir sprechen heute über Zukunft, Verantwortung und Chancen.»
Anschließend richtete Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin, ein Grußwort an die Teilnehmenden. Dabei betonte sie, dass die Fahrradindustrie längst als Schlüsselindustrie für die klimafreundliche Wirtschaft europaweit wahrgenommen werde und die EU-Kommission den Radverkehr strategisch sukzessive vorantreibe: «Die Fahrradindustrie ist integraler Bestandteil der Mobilitätsindustrie und der europäischen Kreislaufwirtschaft», so Gessler. In einem daran anschließenden Impulsvortrag zeigte Tim Salatzki anhand persönlicher Beispiele – stellvertretend für viele Radfahrer:innen – wie sich Nutzungsarten des Produkts Fahrrad in einem menschlichen Lebensverlauf verändern. Er leitete daraus auch die Wichtigkeit für technische Überlegungen in der Industrie her.
Tim Salatzki, Leiter für Technik und Normung beim ZIV, appellierte an die Fahrradbranche und die Unternehmen des Ecosystems, sich als aktive Gestalter der Transformation der heimischen Industrie zu begreifen. «Wir sprechen heute über Zukunft, Verantwortung und Chancen.»
Anschließend richtete Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin, ein Grußwort an die Teilnehmenden. Dabei betonte sie, dass die Fahrradindustrie längst als Schlüsselindustrie für die klimafreundliche Wirtschaft europaweit wahrgenommen werde und die EU-Kommission den Radverkehr strategisch sukzessive vorantreibe: «Die Fahrradindustrie ist integraler Bestandteil der Mobilitätsindustrie und der europäischen Kreislaufwirtschaft», so Gessler. In einem daran anschließenden Impulsvortrag zeigte Tim Salatzki anhand persönlicher Beispiele – stellvertretend für viele Radfahrer:innen – wie sich Nutzungsarten des Produkts Fahrrad in einem menschlichen Lebensverlauf verändern. Er leitete daraus auch die Wichtigkeit für technische Überlegungen in der Industrie her.


Kernprogramm des Tages – ausgewählte Highlights
Auf einer Paneldiskussion gaben Vertreter:innen aus Industrie und Technik anschließend Einblicke, wie sich neue Nutzergruppen, veränderte Einsatzszenarien und technologische Entwicklungen auf Sicherheit, Produktgestaltung und Akzeptanz von Fahrrädern, Elektrofahrrädern und Lastenrädern auswirken. Patrick Henkel (Unternehmer vit:bikes Berlin-Brandenburg & München), Markus Riese (Gründer und Geschäftsführer bei der Riese & Müller GmbH), Timo Wölk (Geschäftsführer 360° ENGINEERING GmbH) und Dirk Zedler (Geschäftsführer Zedler – Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit GmbH) reflektierten die industrielle Sichtweise und gaben Anregungen für den künftigen Kurs der Branche in diesen Bereichen.
Die Diskussion unterstrich, dass die Branche weiterhin neue und sich ändernde Nutzungsfälle antizipieren muss. Gemeinsam wurde erörtert, welche Verantwortung dabei zwischen Produktion, Handel und der Kundschaft liegen, und wie wichtig gute Zusammenarbeit ist, um die Sicherheit von Radfahrenden zu gewährleisten.
Die Diskussion unterstrich, dass die Branche weiterhin neue und sich ändernde Nutzungsfälle antizipieren muss. Gemeinsam wurde erörtert, welche Verantwortung dabei zwischen Produktion, Handel und der Kundschaft liegen, und wie wichtig gute Zusammenarbeit ist, um die Sicherheit von Radfahrenden zu gewährleisten.


An die Diskussion schloss sich der Impuls von Dr. Gerd Küchmeister (Lehrbeauftragter, Fachbereich Maschinenwesen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel) an, der aufzeigte, wie Ergonomie- und Normenanforderungen durch veränderte Körpermaße der Bevölkerung systematisch beeinflusst werden. U. a. fokussierte der Vortrag auf das Thema Gewichtszunahme in der Bevölkerung und Geschlechterspezifika der Nutzenden von Fahrrädern bei Sattel- und anderen Komponentenanforderungen.
Nach dem Lunch blickte Tim Salatzki auf den zeitlichen Horizont für den Regulierungsrahmen der Branche: von der Batterieverordnung über Maschinen- und Produktsicherheitsverordnungen bis hin zur aktiven Mobilität in Städten. Weitere Sessions umfassten Themen wie sicherheitsrelevante Komponenten, Batterierücknahme und- recycling sowie Working Tables zu E-Bike Ladesystemen, Risikoanalyse und angewandter Anthropometrie.
Das Konferenzprogramm im Überblick »
Nach dem Lunch blickte Tim Salatzki auf den zeitlichen Horizont für den Regulierungsrahmen der Branche: von der Batterieverordnung über Maschinen- und Produktsicherheitsverordnungen bis hin zur aktiven Mobilität in Städten. Weitere Sessions umfassten Themen wie sicherheitsrelevante Komponenten, Batterierücknahme und- recycling sowie Working Tables zu E-Bike Ladesystemen, Risikoanalyse und angewandter Anthropometrie.
Das Konferenzprogramm im Überblick »
Kontext & Bedeutung
Die ZIV-Technik-Konferenz hat sich zur zentralen Plattform der Fahrrad- und E-Bike-Branche im Bereich Technik entwickelt. Sie verbindet Technik-Trends mit Normungs- und Regulierungsfragen und bietet Raum für den politischen und industriellen Dialog. Mit der Öffnung für Nicht-Mitglieder unterstreicht der Verband seinen Anspruch, starke Impulse für die gesamte Branche zu setzen. Auch im November 2026 will der ZIV die Konferenz erneut der Branche anbieten.

